Beispielprojekte

Innerhalb der letzten zwei Jahre wurden mehr als 60 Projekte erfolgreich abgeschlossen, von denen wir Ihnen gerne drei detaillierter vorstellen wollen:

 

Beispielprojekt 1: Kopfstütze mit Verstellung in Fahrtrichtung (Kooperationspartner: Faurecia)

Die Firma Faurecia beschäftigt 60.000 Mitarbeiter weltweit und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von etwa 12 Milliarden Euro. Am Standort Stadthagen (Konstruktions- und Entwicklungszentrum) werden Autokomplettsitze, Sitzrahmen und Recliner (Verstellmechanismen) konstruiert und getestet.

 

Inhalt der gemeinsamen Kooperation war es eine Kopfstütze mit X-Verstellung (Verstellung in Fahrtrichtung) zu konstruieren. Diese Verstellung minimiert die Belastungen für die Halswirbelsäule bei Unfällen. Die Studierenden mussten sich zur Erfüllung der Aufgabe in das Thema einlesen, sich einen Überblick verschaffen und mit Mitarbeitern des Entwicklungszentrums kommunizieren. Die optimale Lösung des Konstruktionsproblems wurde mithilfe eines Morphologischen Kastens ermittelt, in dem die Parameter aus der Anforderungsliste notiert und ausgewertet wurden. Nach Auswahl der Art und Wirkungsweise des Mechanismus anhand des Morphologischen Kastens wurde ein CAD-Modell der Kopfstütze erstellt. Unter Berücksichtigung des CAD Modells wurden ein Festigkeitsnachweis und eine Kostenkalkulation durchgeführt. Die Abbildung oben zeigt das Modell der Kopfstütze. Die innovative Art der Verstellung konnte inzwischen als Patent angemeldet werden.

 

Beispielprojekt 2: Konstruktion von Beschichtungs- und Wickelanlagen (Kooperationspartner: Mikrotechnik GmbH)

Die Firma Mikrotechnik hat ihren Standort in der bayerischen Stadt Miltenberg und beschäftigt rund 160 Mitarbeiter. Das Unternehmen stellt Folien und Halbzeuge aus Kunststoff her.

 

Mikrotechnik beauftragte das Studentische Ingenieurbüro mit zwei unterschiedlichen Projekten. Das erste Projekt beinhaltete die Konzeption und Konstruktion einer Beschichtungsanlage für Folien mit funktionalen Oberflächen. Das zweite Projekt "Wickelanlage" bestand aus der Konstruktion einer verstellbaren Wickelanlage für Kunststofffolien. Die beiden Projekte wurden größtenteils während der Semesterferien von zwei Studierenden direkt vor Ort bearbeitet. Die Kooperation war für die beteiligten Studierenden und die Firma sehr erfolgreich. Die hier als CAD-Darstellung abgebildete Wickelanlage befindet sich bereits in der Produktion. Für die Beschichtungsanlage aus dem ersten Projekt werden zurzeit Prototypen aufgebaut.

 

Beispielprojekt 3: (Kooperationspartner: Künkel-Wagner Germany GmbH)

Die Firma Künkel-Wagner befindet sich in Alfeld und beschäftigt etwa 380 Mitarbeiter. Das Fachgebiet der Firma ist die Sandgussautomatisierung.

 

Bei dem Projekt des Unternehmens handelte es sich um ein Schraubenberechnungsmakro für Microsoft Excel. Das Makro sollte als firmenspezifisches Excel-Tool die Schraubenberechnungen für Standardbeanspruchungen innerhalb von Excel ermöglichen. Die Vorteile liegen in der hohen Wirtschaftlichkeit, der guten Verfügbarkeit und dem schnellen Einsatz der Erweiterung. Dieses Projekt wurde von zwei Studierenden der Hochschule Hannover umgesetzt. Die folgende Abbildung zeigt die Benutzeroberfläche des Schraubenberechnungsmakros. Durch die genauere Schraubenberechnung kann eine fünfstellige Summe an Materialkosten eingespart werden und die Dauerhaltbarkeit der Schraubverbindungen zusätzlich verbessert werden. Die Firma Künkel-Wagner hat inzwischen mehrere Projekte aus den Bereichen Fertigungsautomatisierung, Festigkeitsanalysen und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erfolgreich mit dem Studentischen Ingenieurbüro durchgeführt.